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Gesetzlich gibt es keine Beschränkung in der Richtlinie zur Instandsetzung von Luftreifen.
Wir empfehlen maximal 4 Pflastereparaturen je LKW-Reifen und diese müssen einen Mindestabstand in der Pflasterbreite des größeren Pflasters einhalten. Zusätzlich sollten nicht mehr als eine Reparatur pro "Viertel" des Reifenumfangs vorhanden sein und Pflaster sollten sich nicht gegenüber liegen (linke und rechte Seite des Reifens), weil sie dann die selben Karkassfäden zweimal unterbrechen und zuviel Unwucht und Versteifungen an einer Stelle im Reifen verursachen. |
Reifen sind ein sicherheitsrelevantes Bauteil des Fahrzeuges. Reifenschäden sind die zweithäufigste Ursache für technisch bedingte Unfälle (Quelle: Dekra), deswegen sollte ein „Qualitätssiegel“ einen technischen Standard gewährleisten.
MTR-Partner verfügen nicht nur über bestes technisches Equipment, gut ausgebildete Spezialisten und das richtige Know-how, sondern werden auch regelmäßig geprüft um diesen hohen technischen Standard zu gewährleisten.
Eine absolut sichere Reifenreparatur mit DIN ISO-zertifizierten Materialien nach modernsten Verfahren und die MTR-Garantie: „Nach der Reparatur ist wie vor der Reparatur.“ Der Reifen ist wieder voll einsetzbar und bleibt auch noch für den Runderneuerungskreislauf erhalten. Reifenreparatur ist praktizierter Umweltschutz.
MTR-Partner kann jeder Meisterbetrieb werden, der über die notwendige Ausstattung verfügt und sich regelmäßig Überprüfungen unterzieht.
Selbstverständlich, genau das ist durch die Zertifizierung gewährleistet.
Ja, der Gesetzgeber gibt Richtlinien zur Reifenreparatur vor, die sich mit dem technischen Standard der MTR-Partner decken. Alle Produkte, Verfahren und Werkzeuge die bei einer Reifenreparatur zum Einsatz kommen werden laufend Tests und Überprüfungen unterzogen. Zum Beispiel wird das Minicombi System jährlich vom TÜV Süd nach ECE R30/R54/R75 geprüft, einem Test wie bei Neureifen.
Selbstverständlich kann man mit einer Reifenreparatur Geld sparen. Bei einer Kalkulation der Kosten einer Reifenreparatur müssen die tatsächlichen Kosten und der Nutzen betrachtet werden. Durch moderne Regelsysteme wie z.B. ABS darf so gut wie kein Höhenunterschied zwischen den Reifen einer Achse sein. Daher ist der Kauf eines neuen Reifens meist keine Alternative, es werden mindestens zwei fällig. Beim LKW Reifen wird die Rechnung sogar noch gravierender, denn wird der Reifen im „ersten Leben“ entsorgt und durch einen neuen ersetzt, verliert der Spediteur dadurch mindestens eine Runderneuerung. Das bedeutet Verlust von ca. 250.000 km Laufleistung. Es wird also bares Geld auf Deponien entsorgt oder in Zementwerken verbrannt.
Hier gilt die MTR-Garantie: „Nach der Reparatur ist wie vor der Reparatur.“ Das bedeutet, die Reifenreparatur stellt die volle Einsatzfähigkeit des Reifens wieder her. Speed Index, Load Index und auch die Runderneuerungsfähigkeit sind genau wie vorher vorhanden.
Für die Herstellung eines PKW Reifens werden ca. 35 l Rohöl verbraucht. Mit einer Reifenreparatur können viele Reifen wieder in Einsatz gebracht oder runderneuert werden. Somit werden die begrenzten Rohöl-Vorräte unserer Erde geschont. Außerdem wird der Schadstoffausstoß, der bei der Herstellung und später bei der Entsorgung entsteht, auf diese Weise erheblich verringert.
Bei der Ein- Weg Reparatur wird die Vulkanisation des Füllgummis und des Verstärkungspflasters in einem Arbeitsschritt durchgeführt.
Nach Beendigung der Vulkanisation lassen sich im Bereich des Füllgummis eventuelle Blasen und ein nicht ausgehärteter Füllgummi feststellen.
Die Reparatur muss noch einmal vollständig wiederholt werden.
Je nach Hersteller und verwendeten Vulkanisiergerät unterschiedlich. Die empfohlenen Herstellerangaben sind zu beachten.
Ja, dabei ist es notwendig, dass Pflaster und Füllgummi über die ganze Oberfläche gleichmäßigen Druck und Temperatur erhalten. Dies nennt man Ein-Weg-Reparatur.
Bitte beachten Sie die Empfehlungen von Reifenherstellern. In der Regel 4 Reparaturen, je Viertel des Reifens.
Mindestens 18° Celsius Umgebungstemperatur.
Dunkel, trocken und kühl. (Siehe DIN 7716)
Radial bezeichnet den Aufbau der Karkasse und damit den Winkel wie die Karkassfäden (Stahl oder Corde) im Reifen verlaufen. Bei Radial im Winkel 90° von Wulst zu Wulst.
Das kann sehr unterschiedliche Ursachen haben. Der Fachmann prüft zunächst, ob der Reifen noch reparaturfähig ist und dann auch die Reparaturwürdigkeit. Das bedeutet er muss zunächst beurteilen, ob der Reifen mit dem vorhandenen Schaden technisch noch innerhalb der gesetzlichen und sonstiger Grenzen reparierbar ist und ob der Gesamtzustand den Aufwand einer Reparatur noch rechtfertigt. Es sollte eine Ablehnung aber immer mit einer ausführlichen Begründung erläutert werden, damit der Kunde auch weiß warum keine Reparatur mehr durchgeführt werden kann.
Die Plattrollspuren (zumeist ein dunkler Ring mit leichter Faltenbildung auf der Innenseite eines Reifens im Bereich der Seitenwand) entstehen nicht nur bei geringer Fahrstrecke mit sehr wenig, oder gar keinem Fülldruck im Reifen, sondern auch bei langen Fahrstrecken mit geringfügig zu niedrigem Fülldruck. Zusätzlich spielt der Beladezustand des Fahrzeugs eine wichtige Rolle. Je schwerer das Fahrzeug ist, desto schädlicher ist eine geringe negative Abweichung vom empfohlenen Fülldruck für die Reifenstruktur.
MTR ist eine international gültige Abkürzung für den Begriff „Master-Tire-Repairer“, was auf deutsch soviel bedeutet wie „Meisterliche Reifen-Reparatur“. Am MTR-Konzept nehmen nur Fachbetriebe mit einem verantwortlichen Meister für die Reifen-Reparaturwerkstatt teil. Die Betriebe müssen bestimmte Anforderungen erfüllen und werden jährlich auditiert, um das Qualitätsniveau und den Ausbildungsstand der Mitarbeiter zu garantieren.
Das Abdichten mit einer „Schnur“, oder einem „String“, oder „Plug“ von außen ist keine vollwertige Reparatur, sondern nur eine Notlösung. In Deutschland sind solche Maßnahmen am Fahrzeugreifen mit Zulassung nach StVZO nur als vorübergehender Notbehelf akzeptiert und müssen umgehend bei einer Fachwerkstatt entsprechend der Richtlinie vom Bundesverkehrsministerium dauerhaft repariert werden. Niemand kann sagen, ob der Reifen durch den Druckverlust vor dem Abdichten weitere Schäden erlitten hat. Es findet bei dieser Abdichtmethode keine Inspektion des Reifens an der Innenseite statt, wo man zuverlässig die Gesamtschäden erkennen könnte und es wurde der Schaden nicht fachmännisch begrenzt gegen Weiterreißen im Gummi und Gewebe. Deshalb dringend mit diesem Reifen eine Fachwerkstatt aufsuchen und den Reifen begutachten lassen.
MINICOMBI ist nur für Laufflächen-Reparaturen konzipiert und benötigt deshalb keine Gewebeverstärkung. Die maximalen Schadengrößen sind abhängig vom Reifentyp begrenzt (PKW maximal 6mm, LKW max. 10mm) und solche geringen Verletzungen im stabilen Gürtelbereich der Lauffläche verkraften die mehrfachen Gürtellagen problemlos. Reifen die mit dem MINICOMBI-System von REMA TIP TOP repariert wurden können wieder genauso nach ECE-Norm eingesetzt werden wie ein Neureifen der gleichen Kategorie. Das hat der TÜV bestätigt und getestet. (Siehe TÜV-Logo mit Prüfnummer auf jeder Packung)
Die MINICOMBI-Systeme bestehen aus mehreren Komponenten, die exakt aufeinander abgestimmt sind. Das System kann nur einwandfrei funktionieren, wenn alle Komponenten optimal genutzt werden. So ist der Durchmesser des Frässtiftes genau auf den Durchmesser des MC abgestimmt und erzeugt einen sauber ausgefrästen Stichkanal ohne restliche Stahlcordfäden der nur geringfügig schmäler ist als der Durchmesser von dem MC-Schaft. Zusätzlich dient frischer Cement im Stichkanal als Gleitmittel, wenn er kurz vor dem Einziehen aus der Tube in den Stichkanal gedrückt wird. Und nicht zuletzt dient der Metallstift am MC nur als Einführhilfe und zum Durchziehen mit der Zange sollte direkt am Ende des Stiftes, wo er im Gummi eingebettet ist angefasst werden. Ist z.B. der Fräser stumpf, oder abgenutzt, so stimmt der Durchmesser des Stichkanals nicht mehr und es bleiben Stahlcordreste am beschädigten Gürtel übrig und der MC leistet hohen Widerstand beim Einziehen. Bitte prüfen Sie alle Komponenten des Systems.
Grundsätzlich bleibt es Ihnen überlassen wo Sie Ihre Reifen reparieren lassen, es gibt aber wichtige Gründe eine Reifenreparatur nur bei einem MTR-Partner durchführen zu lassen. Die Teilnehmer am MTR-Konzept besitzen alle einen verantwortlichen Meister, der sich permanent um die Ausbildung seiner Mitarbeiter und den optimalen Zustand der Werkzeuge kümmert und die Frische der verwendeten Reparaturprodukte im Auge behält, wie es von der HwO gefordert wird. Ein externes Unternehmen auditiert die Werkstatt und das durchführende Personal in der Service-Werkstatt jedes Jahr. Der MTR-Partnerbetrieb wird immer mit den aktuellen Informationen zur Gesetzeslage und zu neuesten Techniken in der Reifenreparatur versorgt. Hier können Sie sicher sein, Ihren defekten Reifen in fachmännischen Händen zu wissen und sie können der Reparatur vertrauen. Wir haben schon viele Reifenservicebetriebe besucht, bei denen entgegen der „Richtlinie zur Instandsetzung von Luftreifen“ sogenannte Reparaturen von außen am Reifen durchgeführt wurden, ohne den Reifen von der Felge zu demontieren. Das ist fahrlässig! Auch sollten Reparaturmaterialien verschiedener Hersteller nicht willkürlich gemischt werden, was bei einigen unkontrollierten Betrieben schon beobachtet wurde. Fremde Materialien harmonieren nicht optimal miteinander und ein sicherer Halt der Reparaturmaterialien ist damit nicht gewährleistet. Wir empfehlen auf „Nummer Sicher“ zu gehen und einen MTR-Partner zu wählen.
Es gibt dazu eine wdk-Leitlinie Nr.90 die besagt in Absprache mit den namhaften Reifenherstellern, dass die grundsätzliche Lebenserwartung eines PKW-Reifens 10 Jahre beträgt. Das gleiche gilt laut BRV (Bundesverband-Reifen- und Vulkaniseur-Handwerk) für LKW-Reifen. Entsprechend können Reifenreparaturen auch an diesen noch verkehrstauglichen Reifen durchgeführt werden, solange der Allgemeinzustand des Reifens eine Reparaturwürdigkeit (Richtlinie für die Instandsetzung von Luftreifen, Verkehrsblatt B 3620 Absatz 3.2) ergibt.
Das Bundesverkehrsministerium erlässt Richtlinien die im Verkehrsblatt veröffentlicht werden. Die „Richtlinie für die Instandsetzung von Luftreifen“ wurde im Verkehrsblatt B 3620 in der Version 03/01 veröffentlicht und ist aktuell gültig. Sie ergänzt den Paragraphen 36 der StVZO.
Das Bundesverkehrsministerium hat festgelegt: „Die Richtlinie Instandsetzung von Luftreifen dient der Anwendung einheitlicher Bedingungen für die fachgerechte Instandsetzung von Luftreifen und richtet sich an die damit befassten Reifenfachbetriebe sowie an das Fachpersonal, das in anderen Betrieben mit Reifeninstandsetzungsarbeiten betraut ist.“
Laut Richtlinie dürfen Kraftrad- und PKW-Reifen, PKW-Anhängerreifen und „C“-Reifen mit dieser Methode bis maximal 6mm Schadendurchmesser repariert werden und zwar nur im Laufflächenbereich. LKW-Reifen bis 10mm. Die Hersteller von Reparaturmaterial dürfen bis zu dieser Obergrenze eigene Grenzen festlegen, die dann in der jeweiligen Anleitung angegeben werden.
Plies 3 Tread Aera 1 Rayon 2 Steel 1 Nylon bedeutet: 3-lagige Laufflächenzone aus 1x Rayon (Baumwoll-Kord), 2x Stahl und 1x Nylon.
Sidewall 1 Rayon bedeutet: 1-lagige Seitenwand mit 1x Rayon (Baumwoll-Kord).
Das ist die Beschreibung des Karkassaufbaus dieses speziellen Reifens.
In der Richtlinie „Instandsetzung von Luftreifen“ wird in §3 Absatz 3.1 gefordert, dass grundsätzlich jeder Reifen vor der Reparatur zur Analyse des Schadens und zur Reparaturdurchführung von der Felge zu demontieren ist. Damit sind Reparaturen von außen am Reifen in Deutschland verboten, wenn es sich nicht um reine Anscheuerungen im Gummi handelt.
Reparaturpflaster werden folgendermaßen definiert: Flächenartiger, in seinen Abmessungen und für seinen Verwendungsbereich geeigneter Reparaturkörper. Das bedeutet, es kann sowohl ein Pflaster mit Gewebeeinlage, als auch ein Pflaster ohne Gewebeeinlage, also rein aus Gummi sein. Reparaturflicken werden folgendermaßen definiert: Flächenartiger, dehnungsfähiger Reparaturkörper für die Schlauchreparatur. Das bedeutet, es kann sich nur um einen Flicken ohne Gewebeeinlage handeln, weil er dehnungsfähig wie ein Schlauch sein muss und er kann nur für Schlauchreparaturen eingesetzt werden.
Die Reparaturstelle muss von Verschmutzungen gereinigt werden, Risse müssen begrenzt werden, und lose Gummi- und Gewebeteile müssen komplett entfernt werden. Zusätzlich muss die Form des Schadentrichters und die Oberfläche des Gummis um den Schaden für die optimale Haftung des Reparaturmaterials vorbereitet werden.
Bei der Einwegreparatur wird die Schadenfüllung und das Reparaturpflaster zeitgleich geheizt und damit warm vulkanisiert. Der Reifen ist sofort nach dem Abkühlen wieder einsatzbereit. Dieses Verfahren kann nur angewendet werden, wenn die Vulkanisationspresse das komplette Pflaster abdeckt und unter Druck setzen kann. Bei der Zweiwegereparatur wird nur die Schadenfüllung geheizt. Nach dem Abkühlen wird das Reparaturpflaster bei normaler Umgebungstemperatur nachträglich eingebaut und chemisch vulkanisiert. Je nach Umgebungstemperatur und Luftfeuchtigkeit kann der Vulkanisationsprozess dann eine Wartezeit von bis zu 24 Stunden erfordern, ehe der Reifen wieder montiert und belastet werden kann. Dieses Verfahren eignet sich auch für große Reparaturpflaster, die die Abmessungen der jeweiligen Heizpresse überschreiten.
Die aktuell gültige "Richtlinie für die Instandsetzung von Luftreifen", die das Bundesverkehrsministerium veröffentlicht hat, verbietet eine Reifenreparatur nach der Benutzung von Reifendichtmitteln/Pannen-Dichtmitteln.
Das hängt mit der Überlegung zusammen, dass diese Mittel in ihrer chemischen Zusammensetzung stark differieren und keine Abstimmung auf die Reparaturmaterialien sichergestellt werden kann. Im schlimmsten Fall könnte es deshalb dazu führen, dass Reste des Dichtmittels, oder Auswirkungen dieses Mittels auf die Innenseele des Reifens, die Reparatur zu Nichte machen, obwohl sie entsprechend der Anleitung des Herstellers durchgeführt wurde.
Das Pannen-Dichtmittel ist zum einmaligen Gebrauch im Notfall bestimmt und die Vorteile einer schnellen Weiterfahrt ohne Rad-Montage sollten als so groß angesehen werden, dass der Fahrer den kompletten Verlust des Reifens anschließend akzeptieren sollte.
Die Druckluftpumpe/der Kompressor sollte allerdings mehrfach verwendbar sein. Deshalb muss eine Reinigung möglich sein. Da es aber verschiedene Dichtmittel im Markt gibt, ist die Methode der Reinigung abhängig von der Art des Dichtmittels.
Es gibt weiße LATEX-Flüssigkeiten, die an Luft zu einer Art künstlichem Gummi austrocknen. Diese Dichtmittel kann man nur mechanisch entfernen. Dazu müsste man den Kompressor zerlegen können.
Alternativ gibt es Dichtmittel auf Faserbasis, bei denen nach dem Austrocknen eine faserige Schicht übrig bleibt, die sich wie aufgelöstes Papier mit Wasser wieder anlösen und abspülen lässt. Dann ist eine Reinigung einfach, indem man die verschmutzten Schläuche in ein Wasserbad legt und anschließend mit fließendem Wasser durchspült. Eventuell kann man auch mit dem Kompressor eine Ladung Wasser durch das System pumpen.
Ihr Autohaus kann beim Lieferanten des Dichtmittels nachfragen wie eine Reinigung des Kompressors vorgenommen werden könnte, denn nur dort weiß man welches Dichtmittel in Ihrem Fahrzeug mitgeliefert wurde.
Unsere Produktion arbeitet mit zwei ausgesuchten Herstellern von solchen Dichtmitteln zusammen, um eine Harmonisierung zwischen dem Pannen-Dichtmittel und unseren Reparaturmaterialien sicherzustellen. Allerdings sind die Entwicklungen noch nicht ganz abgeschlossen. Mit so einem abgestimmten Mittel könnten wir dann auch wieder an das Bundesverkehrsministerium herantreten und versuche eine Modifizierung der Richtlinie zu erreichen, indem z.B. eine dauerhafte Reparatur nach dem Einsatz von Pannenhilfe dann zulässig ist, wenn die beiden Materialien und Systeme aufeinander abgestimmt sind. Aber so ein Änderungsprozess dauert lange.
Diese Platzdefekte liegen sehr nahe an der Walkzone des Reifens und sind ein Ermüdungsschaden der Karkasse. Wenn der Runderneuerer die Karkasse in der Eingangskontrolle inspiziert, kommt es in seltenen Fällen vor, dass keine Plattrollspuren erkennbar sind und der Allgemeinzustand der Karkassen auch zufriedenstellend erscheint. Selbst in einer Shearografie-Anlage zeigen die Karkassen nicht immer Hohlstellen, wenn der Stahlcord schon geschwächt ist. Die Ursache für solche Platzdefekte kann verschiedene Gründe haben. Durch kleinste Verletzungen des Innerliners kann im ersten Reifenleben Druckluft aus dem Reifen Feuchtigkeit in den Stahlcord transportiert haben und es ist Rost am Stahlseil entstanden, ohne bereits eine Ablösung mit Hohlstelle zu erzeugen. Oder der Reifen wurde im ersten Leben langfristig mit leicht zu geringem Fülldruck gefahren, ohne sichtbare Plattrollspuren zu erzeugen. Beim Überfahren von Kanten / Bordsteinen entstehen dann aber lokale Knick-Belastungen für die Stahlseile der Karkasse, die wie ein „Gedächtnis“ als Schwachstelle wirken und sich eventuell erst im zweiten Leben auswirken. Ein Zusammenhang mit einer Laufflächenreparatur wäre nur dann zu vermuten, wenn die Reparaturstelle undicht war und Druckluft vom Reifen Feuchtigkeit in die Stahlseile bringen konnte. Ein Sachverständiger kann im Streitfall die Ursache bei einer intensiven Begutachtung herausfinden.
Es gibt an wenigen Reifen im Markt neue Materialien die als Innerliner verwendet werden. Einige Reifenhersteller experimentieren mit kunstharz-versetzten Gummimischungen. Unsere ersten Versuche lassen vermuten, dass das Lösemittel im Cement die Kunstharzbestandteile anlöst und es deshalb zu der Verfärbung kommt und zu einer Mischung des Einstrichs die die Haftfähigkeit zum Bindegummi am Pflaster herabsetzt. Unser bisheriger Rat lautet: In so einem Fall den Innerliner an der Reparaturstelle komplett entfernen und das Pflaster direkt auf den gummierten Karkasscord setzen.
Es handelt sich höchstwahrscheinlich um einen LKW-Reifen des Typs GOOD YEAR DURASEAL. Diese selten anzutreffenden Reifen haben unterhalb des Innerliners im Laufflächenbereich eine gelbe Dichtmasse, die geringfügige Stichverletzungen in der Lauffläche sofort abdichten soll. Man kann diese Reifen mit dem REMA TIP TOP System reparieren, sollte sich aber die spezielle Reparaturanleitung dazu von der Homepage des Reifenherstellers runterladen. Suchen Sie nach dem Stichwort „Duraseal“ auf der Good Year Homepage.
Der Reifenhersteller CONTINENTAL hat für diese Reifen in Zusammenarbeit mit der REMA TIP TOP GmbH eine spezielle Reparaturanleitung erstellt. Diese Anleitung kann jeweils in der aktuellsten Version direkt von der Continental-Homepage heruntergeladen werden. Suchen Sie nach dem Stichwort „Contiseal“.
Im Prinzip wird die Dichtmasse im Reparaturbereich mit einem Schaber zur Seite geschoben und nach der Reparatur (MINICOMBI) mit dem Schaber wieder zurückgeschoben.
In der gültigen Richtlinie für die Instandsetzung von Luftreifen sind Reifenreparaturen nach dem Einsatz von Pannenmittel verboten! Der Hintergrund dazu liegt in der Unverträglichkeit vieler Chemikalien untereinander. Da Sie als Reparateur nicht feststellen können, ob sich Reste des Pannenmittels mit dem Cement des Reparaturmaterials vertragen werden, gehen Sie hier bitte kein Risiko ein!
Ihr Betrieb kann von vielen verschiedenen Seiten Unterstützung erhalten, aber erst MTR-Partner werden, wenn alle Bedingungen (siehe Homepage www.rema-tiptop.de/mtr ) bereits erfüllt sind. Die lokale Handwerkskammer, der BRV und die Schulungsstätten der Stahlgruber-Stiftung (www.stahlgruber-stiftung.de) und der Stahlgruber-Gesellschafter-Stiftung (www.stahlgruber-gesellschafter-stiftung.de) informieren Sie gerne über Wege die notwendigen Voraussetzungen zu erreichen. Auch ihr regionaler Berater der REMA TIP TOP GmbH wird Ihnen gerne die Details erklären. Grundsätzlich ist laut HwO ein verantwortlicher Meister mit Kenntniss-Nachweis zum Vulkaniseurhandwerk im Betrieb notwendig und eine gewisse Mindestausstattung wie: beheizter Reparaturraum, Vulkanisiergeräte, gute Beleuchtung am Arbeitsplatz, usw.
Der MTR-Partnerschaftsvertrag, den Sie in Ihren Unterlagen haben, gibt hier klare Auskunft. In §3 (2) des Vertrages ist Eintragung des Meisters / Ausübungsberechtigten gem. §7a HwO eine Grundvoraussetzung für die MTR-Partnerschaft. Sollten Sie also nicht übergangslos einen Meister im Betrieb beschäftigen können, so erlischt der Vertrag. Sie können selbstverständlich sofort wieder einen MTR-Vertrag abschließen, wenn wieder ein Meister im Betrieb ist.
Die MTR-Partnerschaft gibt jedem Mitglied die Chance für seinen Betrieb, bei seinen potentiellen Kunden gezielt zu werben und seine besondere Kompetenz und Qualität bei Reifenreparaturen zu präsentieren. Allerdings muss der Partner selbst die Initiative ergreifen und die ihm im Handbuch zur Verfügung gestellten Werbematerialien, -Aussagen und -Drucksachen entsprechend in Umlauf bringen, oder für lokale Werbung einsetzen.
Besonders erfolgreich waren bei einigen Partnern auch Teilnahmen an lokalen, oder regionalen Ausstellungen / Gewerbeschauen und „Tage der offenen Tür“ auf dem eigenen Gelände. Dort trifft man seine potentiellen Kunden aus der Nachbarschaft von Angesicht zu Angesicht und kann Vertrauen aufbauen. Die REMA TIP TOP GmbH bietet dazu z.B. als Unterstützung ein „Messemodul-MTR“, welches in einer transportablen Holzkiste eine mobile Reparaturwerkstatt für LKW- und AS-Reifen enthält. MTR-Partner können das Modul für solche Veranstaltungen kostenlos ausleihen. (Kontaktanfragen bitte an Hr.Witt Tel.0171-2049646)
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